Entscheidungen / 21. März 2022

Sich entscheiden heißt zu wählen. Das zu erkennen und anzunehmen heißt, dass du die Macht hast, dein Leben zu gestalten...

Und warum tun wir uns dann manchmal so schwer damit? Zum einen, weil wir uns nicht bewusst sind, dass wir sowieso permanent entscheiden.

Zum anderen weil wir bei manchen Entscheidungen uns unsicher fühlen.

Wir wollen unbedingt eine ABSOLUT richtige Entscheidung treffen. Wir wollen absolute Sicherheit. Und das gibt es nicht!

Du triffst heute eine Entscheidung auf dem Kenntnisstand, den du im Moment deiner Entscheidung hast! In ein paar Tage, Wochen oder Monaten später bist du nicht mehr derselbe Mensch; du hast dann schon einen erweiterten Erfahrungsschatz.

Das heißt unser Kopf sammelt jede Menge Daten und Fakten an die du im Moment deiner Entscheidung herankommst. Aber auch diese von dir gesammelten Informationen können sich ab dem Moment deiner Entscheidung verändern ...

Wir versuchen, unsere Entscheidungen alle logisch, sachlich zu treffen. Aber die Wahrheit ist, dass nicht unser Kopf die Entscheidungen trifft – nie. Wir entscheiden aus dem „Bauch“ heraus und unser Kopf sammelt dann logische Begründungen zusammen; untermauert quasi unsere Entscheidung.

Besonders ersichtlich wird das - meiner Ansicht nach-, wenn es um Menschen geht. Um sicher zu sein, dass wir uns für den „richtigen“ Lebensgefährten, Partner oder Mitarbeiter entscheiden, greifen wir auf jede Menge Check-Listen zurück.

Aber das Leben und die Menschen sind „unberechenbar“ nicht kontrollierbar! Unser Gegenüber hat diese Check-Listen auch und bereitet sich auf seine Weise vor. So lernen wir einander nicht kennen ... Es gibt keine Sicherheit! Wir wollen nicht enttäuscht oder verletzt werden

So oft habe ich den Satz: „ich kann mich nicht entscheiden!“ schon gehört.

Aber auch das ist eine Entscheidung! Eine Entscheidung für den Moment nichts zu machen. Eine Entscheidung, erst einmal auf der Stelle zu treten. Nicht den nächsten Wachstumsschritt zu unternehmen.

Sich zu entscheiden braucht Mut! Gerade bei größeren oder großen Entscheidungen! Entscheidungen, die Wachstum für dich bedeuten. Das kann für jeden etwas anders aussehen, abhängig davon, wo wer gerade steht!

Du gehst aus deiner Komfort-Zone heraus. Und dein Verstand wird dir versuchen das auszureden. Warum? Weil er nur alles innerhalb deiner Komfort-Zone einschätzen kann. Das „Terrain“ außerhalb dieser Grenze kennt er nicht. Und das macht ihm Angst.

Sich entscheiden kann manchmal auch bedeuten, dass du ein Stück deines neuen Weges alleine gehst. Warum? Weil größere und große Entscheidungen erfordern, aus deiner Komfort-Zone herauszugehen. Dann kann es sein, dass nicht alle Menschen in deinem „alten“ Umfeld deinen Schritt verstehen, unterstützen oder mitgehen. Und die Menschen aus deinem „neuen“ Umfeld sind noch nicht da ...

Ganz oft stellen wir anderen die Frage: „Wie würdest du dich entscheiden?“ oder „Was würdest du machen?“  Wir wollen auch hier Sicherheit, uns absichern.

Nur der Mensch, der dir antwortet kann sich nicht für dich entscheiden. Und er würde sich eventuell auch ganz anders entscheiden, weil er andere Glaubenssätze hat und auch andere Erfahrungen gemacht hat. Oder eben bestimme Erfahrungen gar nicht erst gemacht hat. Die Person, die du fragst kann immer nur aus ihrer Warte heraus das ganze betrachten. Mit ihren Erfahrungen, Ängsten, Sorgen ... 

Ganz oft treffen wir Entscheidungen aus einer Haltung heraus:

naja, dann nehm´ ich den Job jetzt oder dann mach´ ich das halt!

Das ist wie sich nicht richtig entscheiden – das ist nicht entschieden. Keine wirkliche Entscheidung, weil ohne Kraft! Dann ist deine Energie nicht kraftvoll nach vorne ausgerichtet, sondern diffus. Du brauchst dich dann nicht zu wundern, wenn dein Weg sehr zäh ist und du wenig bis gar nicht voran kommst.

Warum winden wir uns also so oft bei Entscheidungen?

  • Es hat ganz viel damit zu tun, dass wir uns nicht wirklich richtig „kennen“. Wir wissen sehr oft nicht, was wir wirklich wollen, wer wir wirklich sind.   
  • Wir haben keinen Zugang mehr zu unsere innere Stimmeunsere Intuition. Hier findest du alle Antworten. Dir deiner selbst bewusst zu sein, heißt wieder Verbindung mit dir selbst zu haben, dich zu fühlen, deine wirklichen Werte, Wünsche und Bedürfnisse zu kennen! Und die findest du NICHT im Kopf. 
  • Wenn du dich wirklich, kraftvoll entscheidest, dann trägst du auch die Verantwortung. Es ist deine Entscheidung. Du bist dann in deiner Selbst-Verantwortung. Dann kannst du weder den Umständen noch einem anderen Menschen mehr die „Schuld“ daran geben, wenn etwas „schief“ läuft.
  • Entscheiden heißt immer die Wahl zu haben. Es geht darum deine Macht zu erkennen!        Du hast das Privileg zu wählen; dich für oder gegen etwas/jemanden zu entscheiden. Dann bist du in deiner Kraft, in deiner Macht. Zuzulassen, dass du Macht hast macht Angst.
  • Dass du wählst heißt, du zählst, du bist wichtig und richtig! Und zwar so wie du gerade bist. Sich würdig und wertvoll zu fühlen fällt so vielen schwer. Du musst dir nichts aber auch gar nichts verdienen. Oder gar beweisen, dass du wichtig und wertvoll bist.

   Du bist wichtig und wertvoll einfach weil DU BIST! 

 

Liebe Grüße 

Regina